EU-Richtlinien

Rund 70 % unserer nationalen Gesetze und Verordnungen gehen heute bereits auf Vorgaben des EU-Ministerrates, der Brüsseler Kommission oder der Straßburger Legislative zurück. Tendenz steigend.

Die Europäischen Binnenmarkt-Richtlinien (kurz: EG-Richtlinien) dienen der Vereinheitlichung und Angleichung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie dem Abbau von Handelshemmnissen innerhalb des Binnenmarktes (Europäischer Wirtschaftsraum). Sie  fassen in ihrem jeweiligen Anwendungsbereich in der Regel verschiedene Produkttypen zusammen und stellen die Anforderungen übergreifend über mehrere Produkttypen hinweg auf. Aufgrund dessen sind EG-Richtlinien in vielen Details sehr allgemein und somit auch unter Fachleuten auslegungsoffen formuliert.

Auch im technischen Bereich sind die EG – Richtlinien zunächst an die einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gerichtet, allerdings mit der zwingenden Vorgabe, die Inhalte binnen bestimmter Fristen in nationale Gesetze umzusetzen. Die auslegungsfähigen Anforderungen der EG-Richtlinien bekommen somit in den einzelnen Mitgliedsstaaten Gesetzeswirkung.

Europäisches Regelwerk

Für die Hersteller, die ihr Produkt innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (erstmalig) in den Verkehr bringen wollen, ergibt sich nun die Schwierigkeit, dass Sie sicherstellen müssen, dass ihr Produkt konform zu allen - wenig konkreten und meist noch interpretationsoffenen – Anforderungen sind. 

ifmec kennt diese Problematik und will den Herstellern bei der Bewältigung dieser Schwierigkeiten helfen, sei es bei der Klärung welche harmonisierten EN-Normen für das jeweilige Produkt zutreffen und bei vollständiger Anwendung die so genannte Vermutungswirkung auslösen oder aber, wenn keine Produktnorm existiert, die notwendige Nachweisführung über eine komplette und detaillierte Risikobeurteilung zu erbringen