Neufassung der DIN EN ISO 12100

Am 08.04.2011 wurde die „DIN EN ISO 12100:2011 Sicherheit von Maschinen - Allgemeine Gestaltungs-leitsätze - Risikobeurteilung und Risikominderung“ (EN ISO 12100:2010 / ISO 12100:2010) im Amtsblatt der Europäischen Union (2011/C 110/01) gelistet.

Dieses Dokument fasst die bisherigen „Normenteile“ DIN EN ISO 12100-1:2004 und DIN EN ISO 12100-2:2004 einschließlich ihrer späteren Änderungen zusammen. Ebenso fließen die nahezu deckungsgleichen Inhalte der bisher gelisteten DIN EN ISO 14121-1:2007 in die neue Fassung der 12100 ein.

Die Norm wurde am 09.Oktober 2010 vom CEN angenommen und stellt eine (nicht verbindliche) technische Spezifikation dar. Zusammen mit dem ursprünglichen von der europäischen Kommission erteilten Mandat zur Erstellung der Norm gilt sie als harmonisiert. Die Neufassung der 12100 löst somit, zusammen mit der Listung im aktuellen Amtsblatt, nun Vermutungswirkung aus. Am 30.11.2013 verliert die DIN EN ISO 14121-1:2007 diese Vermutungswirkung.

Technische Änderungen in der neuen 12100 gegenüber den Vorgängerdokumenten und gegenüber der „Nachbarnorm“ 14121 beschränken sich ausschließlich auf Inhalte, die im Zusammenhang mit der novellierten Maschinenrichtlinie (Übergang der RL 98/37/EG zur RL 2006/42/EG) stehen.

Dokumentationen der Hersteller bezüglich Risikobeurteilungen müssen allein auf Grund des Erscheinens der vorliegenden Neuausgabe der 12100 nicht aktualisiert werden. Allerdings sollten Hersteller von Maschinen bei einer Nennung in ihren EG- Konformitätserklärungen als eine angewandte Norm diese Neufassung (spätestens bis 30.11.2013) berücksichtigen.